27/09/2026 0 Kommentare
Was die Dachdecker in Neuhäusel entdeckt haben, überrascht alle
Was die Dachdecker in Neuhäusel entdeckt haben, überrascht alle
# Neuigkeiten

Was die Dachdecker in Neuhäusel entdeckt haben, überrascht alle
Am 19. August trafen sich alle an der Dachsanierung beteiligten Gewerke zum Start-up-Meeting im Gemeindehaus Neuhäusel. Die Leitung hatte Architekt Rörig von FOR Architekten aus Altenkirchen. Mit dabei waren der Gerüstbaubetrieb Schwalb aus Ransbach-Baumbach und die Dachdeckerfirma FETZ aus Lahnstein. FETZ übernimmt neben den Dachdeckerarbeiten auch die Zimmermanns- und Klempnerarbeiten.
Alle Details wurden besprochen, und schon in der Woche darauf stand das Gerüst. Am Mittwoch, dem 2. September, begann der Abbruch der alten Dacheindeckung. Auf der Südseite lag ein Schieferersatzmaterial, das vermutlich Asbest enthielt. Die Dachdecker arbeiteten dort deshalb mit besonderer Schutzkleidung und Atemschutz.
Die ersten Abbrucharbeiten werden durchgeführt
Auf der Nordseite war noch die originale Schiefereindeckung erhalten. Direkt danach wurde die hölzerne Dacheinschalung abgenommen, die an vielen Stellen schon stark gelitten hatte. An ihre Stelle kam eine neue Einschalung.
Die alte Dacheinschalung wird entfernt und durch eine neue ersetzt
Überraschende Funde im Dachstuhl
Während der Dachstuhl offen lag, kamen im Drempelbereich vier beschädigte Figuren zum Vorschein. Vermutlich sind es Heiligenfiguren aus der Zeit der katholischen St.-Anna-Gemeinde, von der die evangelische Gemeinde die Kirche erworben hat. Wir haben die Figuren sichergestellt. Was mit ihnen geschieht, beraten wir im Ortsgemeindeausschuss.
Im Dachstuhl wurden alte Heiligenfiguren entdeckt
Ein Dachkreuz mit über 300 Jahren Geschichte
Ein besonderes Stück ist das schmiedeeiserne Kreuz vom Chordach. Es stammt noch von der hölzernen Vorgängerkirche aus dem Jahr 1716 und ist damit über 300 Jahre alt. Für uns ist es historisch wertvoll und soll bewahrt werden. Zuerst hatten wir befürchtet, dass Wind und Wetter ihm zu sehr zugesetzt haben. Zum Glück zeigte sich, dass eine Sanierung möglich ist. Eine Schlosserei repariert das Kreuz jetzt, verzinkt es und versieht es mit einer Dickschichtlasur. Danach kehrt es an seinen angestammten Platz auf dem Chordach zurück.
Das schmiedeeiserne Dachkreuz wurde sichergestellt und wird saniert
Das historische Erscheinungsbild kehrt zurück
Schon bei der Planung war es unser Ziel, die historische Gestalt des Daches wiederherzustellen. Dazu gehören drei Dachgauben, die bei einer Sanierung in den 1970er-Jahren aus Kostengründen entfernt worden waren. Jetzt sind sie wieder eingebaut, und die Kirche zeigt sich in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild.
Die ursprünglichen Dachgauben wurden wiederhergestellt
Wie es weitergeht
Im Moment decken die Dachdecker die Südseite mit Schieferplatten. Etwa ein Drittel ist bereits fertig. Danach folgen die Nordseite und das Chordach. Zum Schluss kommt das Dach des Verbindungsbaus zwischen Gemeindezentrum und Kirche an die Reihe. Für Schiefer ist dieses Dach zu flach geneigt. Es erhält deshalb beschichtetes Zinkblech, dessen Farbe zum Schiefer passt.
Außerdem braucht das Mauerwerk der Kirche eine neue Verfugung, vor allem an der Ostseite. Die Witterung hat die Fugen dort teilweise so stark ausgewaschen, dass sich einzelne Natursteine mit der Hand herausziehen lassen. Diese Arbeit übernimmt eine Spezialfirma.
Wenn alles nach Plan läuft, ist die Baumaßnahme Ende Oktober abgeschlossen.
Kommentare