Die Raßmann Orgel in Höhr-Grenzhausen
Die Orgel ist ein historischer Schatz. Sie wurde 1861 von dem Orgelbauer Gustav Raßmann, später Hardt & Sohn, aus Möttau gebaut. 1969 und 1997 wurde sie aufwendig renoviert und somit auf den ursprünglichen Stand gebracht. Die allermeisten Bauteile stammen tatsächlich noch aus dem 19. Jahrhundert, nur die vorne sichtbaren Prospektpfeifen und der Blasebalg sind erneuert worden. Die Original Pfeifen mussten im Krieg zur Metallgewinnung abgeliefert werden. Behelfsmäßig wurden Pfeifen aus Zink anstatt Zinn eingebaut. Dieser Zustand wurde 1969 wieder rückgänig gemacht. Einige kleinere Zinnpfeifen im Orgelgehäuse waren von der Zinnpest befallen und wurden ebenfalls erneuert. Die Orgel hat 13 Register (so heißen die verschiedenen Pfeifenarten), zwei Manuale und ein Pedal. Bemerkenswert an dem Höhr-Grenzhausener Exemplar ist hingegen dessen schöner Zustand. Die Orgel wird sehr gut gepflegt und gewartet. Die Verbindungen zwischen Tasten und Pfeifen (einschließlich der Mechanismen zur Koppelung von einzelnen Manualen, d. h. Registern) sind aus einem mechanischen System von Hebeln und Winkeln, die durch Holzzüge miteinander verbunden sind, der so genannten Traktur. Bei modernen Orgeln von heute ist diese komplizierte Mechanik durch Elektromagnete ersetzt.
Original-Tonaufnahme der Orgel